Verlauf der Fösse

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Jeder im Westen kennt die Fösse, unseren „Hausbach". Der Name hat sich in Linden im Fössebad, der Fössestraße und der Schule im Fössefeld verewigt. Dabei gehört die Fösse nicht den Lindenern allein, sondern sie bildet im Westen der Stadt Hannover die Grenze zwischen den Stadtteilen Badenstedt und Davenstedt.

Folgen wir einmal dem Bach von seiner Quelle bis zur Mündung in die Leine.​​​​​​​​​​​

Die Fösse hat keine Quelle im eigentlichen Sinne. Ihr Beginn liegt außerhalb des Stadtgebietes von Hannover im Velberholz, genauer gesagt im Flurstück 'Dornholz' zwischen den Orten Velber und Harenberg. Also im Velber Holz.

Dort werden mehrere kleine Gräben aus Sickerwasser gespeist, die sich unter dem Namen Fösse zu einem Bachlauf  vereinigen. Dieser fließt in südöstlicher Richtung auf die Stadt Hannover zu, biegt an der Stadtgrenze in östlicher Richtung ab und strömt zwischen den Stadtteilen Badenstedt und Davenstedt hindurch. Hier ist die Fösse in eine öffentliche Grünzone mit benachbarten Kleingärten eingebettet, die zum Spazierengehen einladen und eine grüne Verbindung zum Benther Berg herstellen.

In Linden-Mitte durchquert der Bach ein Industrie- und Gewerbegebiet, verschwindet dann in einer Verrohrung ("Düker") unter dem Lindener Hafen und wird erst wieder unterhalb der Straße 'Am Lindener Hafen' sichtbar.

In einem Artikel für die "Illustrierte Rundschau" vom 9. August 1913 berichtet der Autor E. Schönewolff, dass beim Bau des Lindener Hafens ursprünglich geplant war, "der Fösse den Garaus zu machen". Wohin das Wasser des Baches abgeleitet werden sollte, wird in dem Artikel nicht erwähnt. Die Kanalbaudirektion war schlussendlich aber doch bereit, die Fösse mit einem Düker unter dem Hafenbecken hindurch zu leiten, "um der Bevölkerung die so bequem gelegene Badeanstalt" - nämlich das Fössebad - "zu erhalten".

In ihrem Unterlauf fließt die Fösse nochmals durch eine Kleingartenlandschaft mit öffentlichen Grünanlagen, vorbei am schon erwähnten Fössebad, wo sie nun die Grenze zwischen Limmer und Linden-Nord bildet. Schließlich mündet sie etwa 300 Meter oberhalb des Herrenhäuser Wehres linksseitig in die Leine.

 

Auf den letzten 350 Metern fließt die Fösse in einem alten Mäander der Leine. Der Fluss war um 1917 vor dem Herrenhäuser Wehr begradigt worden, um eine schiffbare Verbindung zwischen der Ihme und dem Lindener Zweigkanal herzustellen. Der alte Leinebogen, in den die Fösse einmündete, blieb zunächst vollständig erhalten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sein östlicher Teil zugeschüttet. Der westliche Abschnitt wurde verschmälert und bildet seitdem den Mündungslauf der Fösse.