Hier soll die Geschichte des alten Dorfes in Davenstedt dargestellt werden.

Themen:

  • Gaststätte zur Linde

  • Bauernhof Kulle

  • Anfang der Stadtteilkulturarbeit

  • St. Johannes Kirchengemeinde

  • alte Kapelle

Wer hat Lust das Thema zu bearbeiten??

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 Zum Beispiel aus HAZ  16.12.2015

Lokalhistorie Gaststätte Linde im alten Dorf

Von der Vorsitzenden des Kulturtreffs Plantage, Jutta Bleidiesel, ließ er sich Geschichten aus der ehemaligen Gaststätte Linde erzählen. Die Gastwirtschaft ihres Vaters Heinrich Bleidiesel war 150 Jahre das Zentrum der Geselligkeit im alten Davenstedt. In der Linde wurden gleich mehrere Davenstedter Vereine gegründet, etwa die Ortsfeuerwehr oder die Freie Turnerschaft, aus der später der TuS Davenstedt hervorging. Dem Sportverein diente die Gastwirtschaft im alten Dorf gleichzeitig als Vereinslokal und Trainingsstätte. Das Buch zeigt sogar die original Speisekarte, die der Gastwirt Adolf Bleidiesel am 8. Oktober 1898 zur Eröffnung des Tanzsaals servierte. Es gab Zander und Kartoffeln. Zum Nachtisch einen Pudding. Bachmann schildert eine Episode, in der Stammgäste dem örtlichen Lumpenhändler einen Streich spielten, indem sie dessen Schimmel soviel Bier zu trinken gaben, bis er genauso besoffen war wie sein nicht weniger trinkfreudiger Besitzer.

„Über Linden gibt es unzählige Bücher, aber mit dem Stadtbezirk Ahlem, Badenstedt, Davenstedt wurde sich in der Vergangenheit nur wenig befasst“, erklärt Torsten Bachmann die Motivation, das erste Buch über überhaupt zu verfassen, dass sich exklusiv dem Stadtbezirk „AhBaDa“ widmet. Die Entscheidung, alle drei Stadtteile einzubeziehen, scheint sinnvoll, zumal die einstigen Dörfer spätestens seit der Nachkriegszeit immer stärker „verschmolzen“ sind. Manch ein zugezogener dürfte heute Schwierigkeiten haben, die Grenzen zu ziehen. Auf der anderen Seite führt dieser Anspruch Bachmanns zu einem Platzproblem. Während Ahlem und Badenstedt jeweils 45 Seiten gewidmet sind, muss sich Davenstedt mit lediglich 20 Seiten zufriedengeben. Ein kleiner Wermutstropfen, der das positive Gesamtbild des Buches allerdings nur wenig trübt. Die „Streifzüge“ laden zum Stöbern ein und vermitteln einen guten Eindruck, wie der Stadtbezirk einmal war.

 

aus MyHeimat

Beitrag eingestellt von

Jens Schade

am 12.09.2013

Erinnerungen an das alte Dorf: Die Kapelle in Davenstedt ist das älteste Bauwerk im Ort

 

 

Davenstedt | Im ehemaligen Zentrum des im Jahr 1022 urkundlich zum ersten Male erwähnten Dorfes Davenstedt kündet noch die alte St.-Johannis-Kapelle von längst vergangenen Tagen.

Das kleine Gotteshaus wurde 1790 auf den Fundamenten eines Vorgängerbaues in Fachwerk errichtet. Vermutlich war diese frühere Kapelle aus Bruchsteinen erbaut. Die Davenstedter Bauern verwendeten im kleinen Glockentürmchen über dem Eingang auf dem Kapellendach auch die alte Glocke von früher wieder. Diese Glocken trägt die Inschrift: „M. Johan Meier 1635“ und ist damit älter als das heutige Fachwerkkirchlein. Noch erwähnenswert: In der Kapelle sind auf zwei Altarleuchtern aus Zinn die Namen der Stifter, die 1793 dafür Geld spendeten, eingraviert.

Das alte Dorf Davenstedt – vor rund 1000 Jahren noch Dauenstide, ab dem 14. Jahrhundert dann Dauenstede genannt – ist bis auf wenige Bauernhäuser verschwunden. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens die alte schlichte Dorfkapelle - heute das älteste Bauwerk im Ort - noch lange erhalten bleibt.